Was ist ein Trauma?
Erstmal die gute Nachricht:
Eine Traumatisierung ist eine Schutzfunktion. Sie tritt auf, wenn wir etwas erleben, das wir nicht aushalten können. Wenn wir weder fliehen noch kämpfen können, dann spalten wir das Erlebte ab. So müssen wir das Unaushaltbare zunächst nicht spüren. Und das ist auch gut so. Denn so können wir weiterleben.
Und nun zur schlechten Nachricht:
Einige Menschen leiden auch Jahre später noch unter der Traumatisierung. Das nennt man dann Traumafolgestörung oder posttraumatischer Stress. Oft leiden sie unter Flash-Backs – also dem Eindruck, das Ereignis ständig wieder und wieder zu erleben. Sie sind oft reizbar und haben Schwierigkeiten sich zu entspannen.
Oft kommen noch eine ganze Menge weiterer Probleme hinzu, die schwer zu verstehen sind und deshalb Angst machen. Bei sexuellen Traumatisierungen treten z.B. oft sexuelle Probleme auf.
- Man kann sich beim Sex nicht entspannen
- meidet ihn
- wird sexuell viel aktiver als man eigentlich möchte
- hat quälende Fantasien oder merkwürdige körperliche Zustände
- spürt gar nichts
Jedes Trauma hat seine eigenen Inhalte. Sie können bei mir eine Therapie machen, wenn Sie sexualisierte Gewalt erlebt haben oder wenn Sie andere Dinge erlebt haben, die zwischen Menschen passiert sind. Das nennt man „man made trauma“, also Trauma, das von Menschen verursacht wurde. Auch Traumatisierungen, die sich nicht auf ein einziges Ereignis beziehen, sondern länger (vielleicht sogar jahrelang) gedauert haben, können Sie mit in die Therapie bringen.
Traumatisierte Menschen brauchen eine Therapie, die speziell auf sie zugeschnitten ist.
Kommt Ihnen etwas von dem beschriebenen bekannt vor? Dann sollten Sie prüfen, ob Sie unter einer Traumafolgestörung leiden. Sie können eine Therapeutin anrufen oder z.B. diesen Test zur Traumafolgestörung machen. Das bringt eine erste Annäherung, ersetzt aber keine Diagnose. Auch interessant:
- Verena König: bin ich traumatisiert?
- Dami Charf: wie aus Trauma Einsamkeit wird.
Wie läuft eine Traumatherapie ab?
Eine Traumatherapie unterscheidet sich in einigen Punkten von anderen Therapien.
Was gleich ist:
- Wir sitzen zusammen in einem Raum und reden miteinander.
- Sie bestimmen die Themen. Es wird nur das besprochen, was Sie möchten.
- Eine vertrauensvolle Beziehung ist die Grundlage für das therapeutische Arbeiten.
Was bei Traumatherapien anders ist:
- Ich achte sehr stark darauf, dass Sie sich in der Therapie sicher fühlen.
- Wir arbeiten viel daran, dass Sie sich Hier und Heute stabil fühlen können.
- Wenn wir über die Situationen reden, die Sie erlebt haben, dann tun wir das auf eine behutsame Art und Weise.
- Zu jeder Traumatherapie gehört auch die sogenannte „Konfrontation“. Ich arbeite hauptsächlich mit diesen Methoden:
- Trimb: Das ist eine sanfte Methode, bei der man sehr genau steuern kann, wie weit man sich in das Erlebte hineinwagen will.
- Neurovisuelle Traumatherapie: eine Methode, die dem EmdR ähnelt, die sehr schnelle und zielgerichtete Verarbeitung ermöglicht.
- Anteile- Arbeit: hier sind die Einflüsse so vielfältig und haben zu meinem eigenen Ansatz geführt. Stichworte: inneres Kind, inneres Familiensystem, systemische Therapie. Macht Spaß und hilft 🙂
Wenn Sie nun denken: „Hmm, das könnt was für mich sein. Aber bin ich wirklich traumatisiert? War es wirklich so schlimm?“ Schreiben Sie mir gerne einfach eine Mail und wir schauen es uns zusammen an.
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